Du willst etwas Neues starten – ein Ziel erreichen, eine Gewohnheit ändern, dein Leben verändern. Doch genau am Anfang scheint alles gegen dich zu arbeiten. Drei unsichtbare Hürden stellen sich dir in den Weg – und sie sind mächtiger, als du denkst.
Blockade 1: Identitätskrise – Dein Ich rebelliert.
Jedes neue Ziel stellt dein Selbstbild infrage. Dein Selbstbild sagt dir, wer du bist, was du kannst und wie du dich verhältst. Es gibt dir Stabilität – aber auch Grenzen.
Willst du zum Beispiel regelmäßig Sport treiben, denkst aber: „Ich bin unsportlich.“ Dein Gehirn meldet: Widerspruch! Du fragst dich:
- Kann ich das wirklich schaffen?
- Bin ich überhaupt die Person, die zu diesem Ziel passt?
- Was passiert, wenn ich es erreiche?
„Es ist nicht das, was wir tun, sondern wer wir dadurch werden, was zählt.“ – Carl Gustav Jung
Der Trick: Veränderung beginnt nicht nur im Verhalten, sondern in deinem Selbstbild. Jede kleine Handlung in Richtung Ziel signalisiert deinem Gehirn: „Ja, ich bin jemand, der das kann.“ Dein Selbstbild passt sich Schritt für Schritt an.
Blockade 2: Dopamin-Entzug – Dein Gehirn will schnelle Belohnungen.
Unser Gehirn liebt Dopamin – schnelle Glückskicks durch Likes, Memes, Reels. Problem: Wenn du neue Ziele verfolgst, kommen diese Kicks oft zu kurz.
Kein sofortiger Erfolg = kein Dopamin = Frust. Dein Gehirn schreit nach kleinen Belohnungen, und du beginnst zu zweifeln: „Bringt das alles überhaupt etwas?“
„Ausdauer wird früher oder später belohnt – meist später.“ – Wilhelm Busch
Die Lösung: kleine Schritte bewusst feiern. Jeder Schritt, den du machst, gibt dir echtes, langfristiges Dopamin. Du trainierst dein Belohnungssystem um – von schnellen Reizen zu echten Fortschritten.
Blockade 3: Keine sichtbaren Beweise – Der Fortschritt ist unsichtbar.
Am Anfang siehst du oft keine Ergebnisse. Keine Erfolge, die du messen kannst, keine sichtbaren Beweise. Dein Verstand liebt Beweise, um Sicherheit zu haben. Ohne sie schleichen sich Zweifel ein.
Doch Fortschritt ist oft unsichtbar: neue Gedanken, kleine Gewohnheitsänderungen, der Mut, etwas Neues auszuprobieren. Vertrauen in den Prozess ist alles. Wie beim Autofahren: Du siehst das Ziel nicht, aber du weißt, dass du ankommst, wenn du weiterfährst.
„Glaube daran, dass du kannst, dann bist du schon halb am Ziel.“ – Theodore Roosevelt
Fazit: Geh. Einfach. Weiter.
Der Anfang ist hart, ja. Dein Selbstbild sträubt sich, dein Gehirn schreit nach Belohnung, und Beweise fehlen. Aber genau hier liegt die Chance:
- Forme dein Selbstbild Schritt für Schritt.
- Feiere kleine Erfolge bewusst.
- Vertraue dem Prozess.
Jeder kleine Schritt zählt. Jeder Schritt verändert dich. Und irgendwann wirst du zurückblicken und merken: Du bist längst angekommen – du bist die Person geworden, die du sein wolltest.


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